Meine Back- Koch- und Bastelexperimente

Macarons

Macarons

Ich habe schon lange mit der Herstellung von Macarons geliebäugelt, da ich sie zum fressen gern habe ;). Aber ich hatte einfach immer irgendwie Bammel davor. Ich kenne Macarons schon seit ich klein bin, einfach nicht mit dem Namen, bei uns sind das Luxemburgerli. Letzte Woche bin ich beim Kochbuch stöbern auf das Buch “Macarons” von José Maréchal gestossen. Da konnte ich nicht widerstehen und der Entschluss war gefasst, dass ich die Macarons-Herstellung endlich mal in Angriff nehmen würde. Geplant war, dass ich sie am Samstag in aller Ruhe mache, als ich am Freitag aber von der Arbeit nach Hause kam, hat es mich gepackt und ich habe losgelegt.

Schokolade-Macarons mussten es sein, das war mir von Anfang an klar, sind es doch meine Lieblings-Luxemburgerli! Ich habe direkt das Rezept aus dem Buch genommen:

Zutaten für die Macarons:

180 g gemahlene Mandeln, gesiebt

200 g Puderzucker, gesiebt

30 g Kakaopulver, gesiebt

75 ml Wasser

200 g Zucker

160 g Eiweiss

Die eine Hälfte des Eiweiss wird für ein italienisches Meringue benötigt. Dazu wird der Zucker mit dem Wasser in einem Topf auf 115-120 Grad erhizt. Die 80 g Eiweiss steif schlagen und den heissen Zuckersirup unter ständigem Rühren langsam hinzufügen. Gemäss Rezept sollte man etwa 10 Minuten weiterrühren damit sich die Masse ein wenig abkühlen kann. (Ich habe diese Zeit auf 5 Minuten verkürzt und hatte keine Probleme damit.)

Die andere Hälfte des Eiweiss wird mit den Mandeln, Puderzucker und dem Kakaopulver zu einer glatten Paste verrührt. 

Ein Drittel der italienischen Meringue-Masse mit der Paste vermischen, dann den Rest des Eischnees sorgfältig unterheben. 

Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und auf einem, mit Backpapier ausgelegten, Blech ungefähr walnussgrosse Kleckse setzen. (Damit die Macarons ungefähr die gleiche Grösse werden, habe ich vorgängig ein Backpapier auf der Rückseite mit gleich grossen Kreisen markiert.)

Der Teig sollte für mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur trocknen, damit die Macarons beim Backen schön glatt bleiben und nicht aufreissen.

Backen bei 150 Grad für 14 Minuten. Nach dem herausnehmen die Macarons mit dem Backpapier auf eine Angefeuchtete Oberfläche ziehen, damit lassen sie sich besser vom Papier lösen. (Da meine Backbleche auf allen Seiten einen sehr steilen Rand haben, und ich Angst hatte dass mir dabei ein Missgeschick passiert habe ich die heissen Bleche auf nasse Tücher gestellt, das hat auch sehr gut funktioniert)

Während die Macarons vor dem Backen trockneten, habe ich die Ganache hergestellt. 

 

Zutaten für die Schokoladen-Ganache: 

240 g Zartbitterschokolade (55% Kakaogehalt)

200 ml Vollrahm

50 g Butter

(Gemäss Rezept sollte man 10-20 g Zucker hinzufügen falls man Schokolade mit höherem Kakaogehalt verwendet, ausserdem kann man noch Kaffeeextrakt hinzufügen) 

Schokolade hacken und in eine Schüssel geben. Rahm (und Zucker falls er verwendet wird) zum kochen bringen, und über die Schokolade giessen. Verrühren bis die Schokolade geschmolzen ist und dann die Butter hinzufügen. Abkühlen lassen und für mindestens eine Stunde, idealerweise über Nacht, in den Kühlschrank stellen. (Ich habe das ganze, mit Folie bedeckt, nach draussen aufs Fensterbrett verfrachtet.) 

Bis ich die 4 Bleche Macarons-Schalen gebacken hatte und sie ausgekühlt waren, hatte auch die Ganache die ideale Temperatur und Konsistenz. Meiner Meinung nach wäre es nicht möglich, die Macarons zu füllen wenn die Ganache über Nacht im Kühlschrank gestanden hätte, ausser ich hätte sie mir zurecht geschnitten.

Zur Fertigstellung habe ich die Ganache in einen Spritzbeutel gefüllt und dann pro Macaron einen ungefähr haselnussgrossen Klecks aufgespritzt. 

Das Endresultat war wunderbar und ich bin mit meinem ersten, aber sicherlich nicht letzten Versuch, mehr als zufrieden!

Ich habe schon einige Ideen wie ich traditionelle Weihnachtskekse neu „Verpacken“ könnte. Brunsli- oder Zimtstern-Macarons zum Beispiel.



3 thoughts on “Macarons”

  • Da ich selber probieren durfte, weiss ich wie gut die schmecken! 1A!!!! Ich freue mich schon, denn bald backen wir zusammen Spitzbuben, Zimtsterne und andere Leckereien

  • sag vor Deinem nächsten Versuch Bescheid, ich steh dann da … 😉
    Deine Macarons sehen toll aus, gratuliere.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Vielen Dank für das Kompliment, ich war selber überrascht wie gut sie im Aussehen und Geschmack wurden.

      Freiwillige Tester habe ich aber meistens schon genug, da bleibt ja sonst gar nichts mehr für mich übrig 😉

      Liebe Grüsse auch aus Zürich
      Michelle

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