Meine Back- Koch- und Bastelexperimente

Gurke, Gurke und nochmals Gurke…

Gurke, Gurke und nochmals Gurke…

Gestern war es nun soweit, ich habe das gemäss Heston Blumenthal beste Brathähnchen zubereitet. Da wie erwähnt meine Eltern zu Besuch waren, habe ich das zum Anlass genommen mich bei der Vorspeise auszutoben.

Diese Krätuer-Quark-Roulade im Gurkenmantel bei Chili und Ciabatta ist mir beim Blog stöbern sofort ins Auge gestochen und ich wollte sie unbedingt nachkochen.

Als ich dann bei Fool for Food noch dieses Rezept für eine Kalte Gurkensuppe fand entschloss ich mich gleich eine “Gurken-Trilogie” als Vorspeise zu servieren. Zur Vervollständigung der Trilogie gab es eine Art Griechischen Salat.

Normalerweise sieht ein fertig angerichteter Teller nie so aus, wie ich mir das vorstelle, Diesmal war ich aber wirklich zufrieden wie es daher kam 🙂 Zum Glück hat es nicht nur ansprechend ausgesehen sondern hat auch sehr gut geschmeckt!

Kommen wir aber zum eigentlichen Hauptteil des gestrigen Abends. Das Brathähnchen nach Hesten Blumenthal. Der zeitliche Aufwand ist ziemlich hoch, was sich meiner Meinung nach aber wirklich lohnt. Ich habe das Hähnchen am Freitag auf dem Markt geholt. Abends wanderte es dann in eine 6%ige Salzlake:

Kurz nach 13 Uhr am Samstag wanderte der Vogel dann, gefüllt mit einer Zitrone, Knoblauch, Rosmarin, Thymian und frischen Loorberblättern, in den 70 Grad warmen Ofen. Als ich das Hähnchen mit Butter einmassierte kam ich mir vor, als wäre ich in einem Hähnchen-Spa 😉

Gemäss Heston reicht eine Kerntemperatur von 60 Grad (für Hähnchen normalerweise 75  Grad). Ich habe mich für die goldene Mitte, also um die 67 Grad entschieden. Das dauerte fast viereinhalb Stunden. Danach musste das Hähnchen 45 Minuten ruhen bevor es bei Höchstemperatur noch einmal zum bräunen in den Ofen durfte. Während des Bräunens wird es mit einer Butter-Weisswein-Thymian Mischung bestrichen, die so fein roch, dass ich mich hätte reinlegen können…

Dazu gab es gemischtes Gemüse (Gelbe Bohnen, dreierlei Karrotten, Erbsen, Mini-Zucchini) vom Markt, das ich Nachmittags vorblanchiert habe und dann nur noch mit ein wenig Butter in der Bratpfanne gewärmt habe, sowie Pellkartoffeln. Für den Extra-Kick habe ich noch Crema de Chile Verde serviert, die jeder selber dosieren konnte.

Das Hähnchen ist wirlich extrem saftig und zart, wenn man die Zeit hat ist es auf alle Fälle zu empfehlen.

Als Nachspeise gab es, von meinem Vater gewünscht, eine Crema Catalana. Sie wurde sehr fein, ist aber nicht so mein Ding, als Vanille-Junkie hätte ich lieber eine Crème Brulée 😉



3 thoughts on “Gurke, Gurke und nochmals Gurke…”

  • Mhhhhhh! So fein kochen will ich auch können!!! Super Bilder, super Text… Einfach genial!!!

  • Die Vorspeise ist wirklich wunderschön angerichtet! Und auch toll kombiniert.

    Das Hähnchen klingt sehr interessant – das merke ich mir mal vor, mein Mitesser mag Brathähnchen und kriegt hier fast nie welches…

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